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Johann Nepomuk Hummel

Studium und erste Erfolge

Die nächsten zehn Jahre verbrachte Johann Nepomuk Hummel in Wien, wo er selbst studierte, komponierte und unterrichtete. Als Beethoven 1792, ein Jahr nach Mozarts Tod nach Wien gekommen war, hatte er sich um Stunden bei Joseph Haydn, Johann Georg Albrechtsberger und dem Hofkomponisten Antonio Salieri bemüht. Hummel sollte nun von den gleichen Lehrern, den Vorzüglichsten, die Wien beherbergte, ausgebildet werden. Albrechtsberger verhalf seinen Kompositionen zu einem gründlichen technischen Fundament, indessen ihm Salieri im Satz für die menschliche Singstimme sowie in der Philosophie und der Ästhetik unterwies. Haydn gab ihm nach seinem zweiten London-Aufenthalt einige Orgelstunden, warnte aber vor den möglichen Auswirkungen auf seinen Anschlag auf dem Klavier.

Durch Haydns Vermittlungen wurde Hummel 1804 Konzertmeister von Fürst Nikolaus Esterhazy in Eisenstadt. Damit fielen ihm praktisch sämtliche Pflichten des Kapellmeisters zu, da Haydn dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahre 1809 nur noch nominell innehatte. Joseph Haydn hatte er es auch zu verdanken, dass er seinen Posten zurückerhielt, nachdem er 1808 wegen der Vernachlässigung seiner Aufgaben von den Esterhazys entlassen worden war. 1811 schied Hummel dann endgültig aus den Diensten der Familie aus. Während seiner dortigen Tätigkeit hatte er als Kirchen- und Theaterkomponist Erfahrungen gesammelt, indessen sein Vater, der musikalische Direktor des Wiener Theaters auf der Wieden und später des berühmten Apollo-Saales, ihm andere Möglichkeiten bieten konnte.

Elisabeth Röckel
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nach Möller, um 1814, Original: Goethemuseum Düsseldorf

Am 16.05.1813 heiratet Hummel die bekannte Wiener Sängerin Elisabeth Röckel. Sie regt Hummel zu intensiverer Konzerttätigkeit und zur Wiederaufnahme von Konzertreisen an. Die Bekanntschaft mit Beethoven vertieft sich zu einer herzlichen Freundschaft.

Eine große Konzertreise durch Deutschland 1816 machte Hummel endgültig zu einer berühmten Persönlichkeit. Nur ein kurzes Intermezzo von 1816 bis 1818 war die Berufung als Kapellmeister in Stuttgart.